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Logistikbegriffe
Access
Bezeichnet einerseits den Zugriff auf das Internet über einen Internet-
oder Content-Provider und andererseits ein Relationales Datenbanksystem
der Firma Microsoft, das SQL zur Datenabfrage verwendet.
Algorithmus
Verfahrensbeschreibung für die Lösung einer bestimmten Aufgabe – Grundlage für
einer Software zur Problemlösung.
Application Service Provider (ASP)
Ein Dienstleister, der Anwendungssoftware vermietet, welche auf Servern in einem
Rechenzentrum gehostet wird und auf die online, unabhängig vom Betriebssystem,
zugegriffen werden kann. Die Installation und Pflege von Hardware und Software
wird durch Nutzung von ASP reduziert.
APS-Systeme
Advanced-Planning-and-Scheduling-Systeme (sind in der Lage, die komplexen Strukturen
einer Supply Chain in Echtzeit wiederzugeben)
Auftragsabwicklung
Zur Auftragsabwicklung zählen die Erfassung der Auftragsdaten, und deren Weiterleitung
an die Produktions-planung sowie die Erstellung des Lieferscheines und die Wahl
der Versandart.
Barcode
Oder auch Strichcode – Grafisch (mit Strichen und Lücken) verschlüsselte
Informationen, die mittels spezieller Lesegeräte (Scanner) gelesen werden
können. Verschiedene Arten von Barcodes sind standardisiert (z. B.
EAN 13, EAN 128, PDF 417).
Befrachtung
Auftragsgebundene Charterung von See- und Binnenschiffen für die Beförderung
von großen Gütermengen und/oder Ladung mit speziellen technischen Anforderungen.
Begleitpapier
Dokument zur Identifizierung der Lieferung
Belegloses Kommissionieren
Auf papierlosen Daten Übertragungstechniken wie EDV, Funk, etc. beruhendes
Rüsten nachgefragter Artikel
Beschaffungskonditionen Unter Beschaffungskonditionen
werden die Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie der Preis zusammenge-fasst.
Aus logistischer Sicht interessieren vor allem die Lieferbedingungen. Diese
regeln die Verteilung der Trans-port- und Versicherungskosten sowie den Ort,
an dem der Gefahrübergang zwischen Lieferant und Unternehmen stattfindet.
Beschaffungsplan
Die Informationen aus dem Produktionsplan werden in den Beschaffungsplan übernommen.
Im Beschaffungsplan wird für Material und Waren Art, Menge, Zeitpunkt und Ort
der Beschaffung festgelegt.
Die Menge setzt sich aus dem Bedarf laut Absatzplan, dem in der Produktion anfallenden
Ausschuss, abzüglich dem vorhandenen Lagerbestand zusammen. Die Art von Material
und Waren richtet sich nach der Art der herzustellenden Fertigerzeugnisse. Der
Zeitpunkt ergibt sich aus den Lieferzeiten. Der Ort gibt an, wo Material und
Waren beschafft werden.
Beschaffungsrealisierung
Die Realisierung des Beschaffungsplanes führt zu Bestellungen bei den Lieferanten.
Die Bestellungen beinhalten Art, Menge, Zeitpunkt und Ort der Lieferung von
Material und Waren.
Bestandsreservierung
Um auf eine erwartete Nachfrage kurzfristig reagieren zu können, wird in bestimmten
Fällen vorab ein Teil an Material, Waren oder Fertigerzeugnissen reserviert.
Blindeinlagerung
Einlagerung von Warenanlieferungen ohne ldentifikation. Die genaue Identifizierung
erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt
Bringprinzip
(engl. Push Principle) Der Material- und Warenfluss kann nach dem Bring- oder
Holprinzip organisiert und gesteuert werden. Das Bringprinzip bedeutet, dass
jede Produktionsstelle Material und produzierte Waren der nachgelagerten Produktionsstelle
bringt.
Business-to-Business (B2B)
Geschäftsbeziehung und Transaktionen zwischen Unternehmen. Im Gegensatz dazu
bezeichnet der Begriff Business-to-Consumer den Handel von Waren und Dienstleistungen
zwischen einem Unternehmen und dem privaten Endverbraucher.
Business-to-Consumer (B2C)
Elektronische Geschäftsabwicklung zwischen Unternehmen und ihren Endabnehmern
oder Endkunden
Chain Management
Planung, Strukturierung und Steuerung von miteinander in Verbindung
stehenden Geschäftsprozessen zur Realisierung von Wertschöpfungsketten.
Bei VTG-LEHNKERING auch die Bezeichnung für eine organisatorische Einheit,
die im Kundenauftrag komplexe logistische Dienstleistungen zu Logistikketten
oder -paketen zusammenfasst oder in Supply Chain Management-Konzepte
integriert.
Chaotische Lagerung
Die Artikel oder die Lagereinheiten haben keine feste Lagerplatzzuteilung
Chartern
Mieten oder pachten von Transportmitteln
Clearing-Center
Informationsschaltstelle bei der elektronischen Datenübertragung (s. auch
EDI)
Client-Server-Architektur
Modell zur Bechreibung von hierarchischer Rechner- oder Software-Strukturen:
ein Server bietet seine Ressourcen, Dienste oder Daten mehreren Clients zur
Nutzung an.
Container
Genormter Behälter für den Transport und die Aufbewahrung von Gütern
Controlling der Logistik
Mittels Kennzahlen, z. B. über Leistung und Kosten; Logistikabläufe planen,
steuern und kontrollieren
CRM
Customer Relationship Management – Gesamtheit der Tätigkeiten und unterstützenden
IT-Systeme zur Kontaktbildung und -stärkung zwischen einem Unternehmen und seinen
Kunden.
Cross Docking
Zeitlich mengenmäßig synchronisierte Anlieferung (an den Cross Docking Point)
und Weiterverteilung zur Auslieferung an den Endempfänger.
Digitale Signatur
Daten oder Nachrichten werden mit einem digitalen Schlüssel (elektronische
Unterschrift) verschlüsselt, um sie gegen Zugriffe von außen zu schützen.
Der Empfänger benötigt sogenannten öffentlichen Schlüssel, um die Daten
oder Nachrichten entschlüsseln zu können.
Disposition siehe Transport Dispo
Einsatzplanung für Personal und Fahrzeuge
Distribution
Bedarfsgerechte Verteilung von Gütern in einer Fläche
Distributionscenter
Ort, an dem Ware gelagert und umgeschlagen sowie in der Regel kunden- resp.
auftragsspezifisch zusammengestellt wird
DOCK MANAGEMENT
Management der Aktivitäten an den Laderampen
EAN 128
Beim EAN-128 handelt es sich um einen internationalen Standard zur Übermittlung
strichkodierter Dateninhalte. Ein Barcode-Etikett ermöglicht das Kennzeichnen
von Versandeinheiten. Durch EAN-128 ist es universell lesbar und kann
vom Hersteller über Fachgroßhandel bis zum Einzelhandel genutzt werden.
Das System ist als Baustein von EDIFACT zu sehen, wobei beim EAN-128
die Identifikation der Einheit und nicht der Datenaustausch im Vordergrund
steht. Der Code gewinnt an Bedeutung, da er die Möglichkeit bietet,
wichtige Logistik-Informationen wie z. B. die Codierung von Handelseinheiten
mit variablen und festem Gewicht, die Darstellung von Zusatzinformationen
wie Mindesthaltbarkeit, Chargennummer, Produktionsdaten etc. sowie
Gestaltung und Codierung eines strichcodierten Transportetiketts.
E-Business
Elektronische Geschäftsabwicklungen zwischen Unternehmen, Verwaltungen und Haushalten
E-Commerce
Der Handel von Waren und Dienstleistungen, bei dem die gesamte Geschäftsabwicklung
auf elektronischem Wege über das Internet erfolgt. Dies umfasst alle auftragsrelevanten
Prozesse, von der Geschäftsanbahnung über die Abwicklung bis hin zur Rechnungserstellung.
E-Consulting
Beratung und Wissensmanagement (B2C und B2B)
E-Cooperation
Gemeinsame Nutzung von elektronischen Ressourcen, Groupwaresystemen etc. (B2B)
ECR-Systeme
Efficient Consumer Response-Systeme (vorauseilende Informationsströme über die
Kundenbedürfnisse steuern die Warenströme)
EDI
Electronic Data Interchange (Unternehmensübergreifendes Belegwesen mit elektronischem
Datenaustausch)
E-Fulfillment
Vollständige Auftragsabwicklung von der Internetbestellung über die Bezahlung,
Lagerung, den Transport und die Auslieferung bis zum After-Sales-Service und
zur Entsorgung, z. B. durch einen Logistikdienstleister (B2C und B2B)
E-Logistics
Elektronisch unterstützte Steuerung und Koordinierung von Waren- und Datenströmen
E-Messaging
Elektronischer Nachrichtentransfer mit dem Ziel, Geschwindigkeit und Kostensenkung
durch effiziente Kommunikation zu erreichen (B2C und B2B)
E-Procurement
Elektronische Beschaffung (B2B)
ERP-System
Enterprise Resource Planning-System (Warenwirtschaftssystem)
Europoolpalette
Durch die europ. Transportunternehmen genormte Ladungsträger (800 x
1200mm)
Feinverteilung
Bezeichnet die Warenverteilung von einem Umschlagspunkt oder Regionallager
zum Endverbraucher (Gegensatz: Grobverteilung)
First in/First out (FIFO)
Lagerungsprinzip, welches definiert, dass die zuerst eingelagerten Waren-Chargen
auch wieder zuerst ausgelagert werden
Fourth-Party-Logistics-Provider (4PL)
Logistikdienstleister, die sich auf die Logistikplanung und -beratung für Unternehmen
spezialisiert haben
Frachtbrief
vom Absender ausgestellte Warenbegleitpapiere
Frachtführer
Unternehmen, das für den Warentransport eingesetzt wird
Fuhrpark
Gesamtheit der betriebseigenen Fahrzeuge
Gefahrgutlogistik
Erbringen von logistischen Diestleistungen mit Waren, die als gefährlich
klassifiziert sind (z. B. leicht entzündlich etc.).
Gefahrübergang
Der Gefahrübergang ist Bestandteil des Vertrages zwischen Lieferant und Unternehmen.
Er regelt den Übergang des Risikos vom Lieferanten auf den Kunden zu einem bestimmten
Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Dies ist für den Fall eines Verlusts oder
einer Verschlechterung der Ware wichtig.
Handlingskosten
Unter Handlingskosten werden alle Kosten zusammengefasst, die bei
Umschlagvorgängen anfallen. Als Umschlagvorgänge werden alle Vorgänge
bezeichnet, bei denen eine Übergabe von Material, Waren oder Fertigerzeugnissen
zwischen Lager und Transportmittel oder zwischen verschiedenen Transportmitteln
stattfindet.
Heimlieferung
(engl. Home Delivery) Konzept aus der Handelslogistik zur Vorwärtsintegration
der Lieferkette durch bestellorientierte Zustellung von Produkten in den Haushalt
des Endkunden. Heimlieferung ist eine Komponente des Home Shopping und wird
häufig im Rahmen von City-Logistik Konzepten umgesetzt. Unterschieden werden
können Unternehmen, die ausschließlich per Heimlieferung arbeiten (z. B. Tiefkühldistribution)
und solche die auch per Heimlieferung vertreiben (Lebensmitteleinzelhandel).
Holprinzip
(engl. Pull Principle) Der Material- und Warenfluss kann nach dem Bring- oder
Holprinzip organisiert und gesteuert werden. Das Holprinzip bedeutet, dass jede
Produktionsstelle Material und produzierte Waren von der vorgelagerten Produktionsstelle
oder vom Lager holt.
HUB and SPOKE System siehe Nabe Speiche Prinzip
Umschlagsplätze an Hauptverkehrswegen zur Warenübergabe an regionale
Verteiler
Inkasso
Auslieferung der Ware nur gegen Bezahlung, d. h. gegen Bargeld
oder unwiderrufliche Bankbestätigung. Die klaren Richtlinien der Internationalen
Handelskammer gewährleisten eine einheitliche Auslegung im internationalen
Handelsverkehr
Interoperabilität
Fähigkeit verschiedener Systeme, miteinander arbeiten zu können –sowohl bezogen
auf Transport und Logistik als auch auf Computer
IT
Abk. für information technology / Informationstechnologie
JIT (just in time)
„Just in time“ kann übersetzt werden mit „alles genau zur rechten Zeit“.
Das heißt, alle logistischen Prozesse müssen genau zur rechten Zeit
beginnen und enden. Job Dispatch Übermittlung von Aufträgen vom Disponenten
an den Fahrer – auch während der Fahrt
KANBAN
Bei der Produktionssteuerung nach KANBAN-Prinzipien wird jeder Bearbeitungsstelle
ein Bestandspuffer mit einer genau festgelegten Menge an Material vorgelagert,
das zur Herstellung des Produkts oder seiner Bestandteile benötigt wird.
Wird in diesen Pufferlagern der Mindestbestand unterschritten, löst
die betroffene Bearbeitungsstelle bei der vorgelagerten Stelle einen
Auftrag aus.
Nach Eintreffen einer Bestellung an einer Bearbeitungsstelle wird mit
der Herstellung der auf der KANBAN-Karte definierten Menge begonnen.
Bei der Anwendung von KANBAN wird von der zentralen Steuerung nur der
Bedarf für die letzte Stufe des Systems vorgegeben. Durch den rückwärts
gerichteten Informationsfluss richten sich alle vorgelagerten Bearbeitungsstellen
auf den Bedarf der jeweils nachgelagerten Stelle ein.
Kep-Dienstleister
Kurier-, Express- und Paketdienstleister
Kommissionierung
Zusammenstellung von Lieferungen aus vorhandenen Beständen für einen Auftrag
nach Anforderungen des Kunden.
Konfektionierung
Zusammensetzen von Bestandteilen zu einem Endprodukt nach kundenspezifischen
Anforderungen (z. B. auch Etikettierung)
Konsignationslager
Lager für Produkte, welche im Eigentum des Lieferanten sind, wobei die Bezahlung
erst durch den Bezug aus dem Konsignationslager erfolgt
Konsolidieren(Lieferungen)
Kurzfristiges Zwischenlagern und Zusammenführen von Einzelaufträgen zum Sammeltransport
an Empfänger
Kontraktlogistik
Vergabe von Logistiktätigkeiten an einen Logistikdienstleister in längerfristigen
Kontrakten
Ladeeinheit
Die Grösse einer Transporteinheit
Ladegutsicherung
Zweckmässige Fixierung auf dem Ladungsträger um Beeinträchtigungen der Produkte
auszuschliessen und vor qualitätsmindernden Umwelteinflüssen zu schützen
Ladeliste
Verzeichnis der Ladung
Laderampe
Plattform zur ebenerdigen Be- und Entladung von Transportmitteln
Ladestation
Versandstelle, Versandplatz
Ladungsträger
Hilfsmittel zur Lagerung und Transport von Waren
Lager
Ort der Vorratshaltung mit entsprechenden Einrichtungen zur Aufnahme, Kommissionierung
und Spedition von Material
Last in/First out (LIFO)
Lagerungsprinzip, welches definiert, dass die zuletzt eingelagerten Waren-Chargen
zuerst ausgelagert werden.
Lieferbedingungen
Die Lieferbedingungen regeln die Verteilung der Transport- und Versicherungskosten
sowie den Ort, an dem der Gefahrübergang zwischen Lieferant und Unternehmen
stattfindet.
Lieferbereitschaft
Die Lieferbereitschaft oder der Lieferservice drückt die Sicherheit aus, mit
der ein angeforderter Bedarf des Kunden durch das Unternehmen befriedigt werden
kann.
Lieferbeschaffenheit
Die Lieferbeschaffenheit beschreibt Qualität und Zustand von Material, Waren
und Fertigerzeugnissen bei der Ankunft beim Abnehmer.
Lieferflexibilität
Lieferflexibilität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, auch auf kurzfristige
Kundenanforderungen reagieren zu können.
Lieferservice
Der Lieferservice oder die Lieferbereitschaft drückt die Sicherheit aus, mit
der ein angeforderter Bedarf des Kunden durch das Unternehmen befriedigt werden
kann.
Lieferzuverlässigkeit
Die Lieferzuverlässigkeit umfasst die optimale Verfügbarkeit von Fertigerzeugnissen
für den Kunden hinsichtlich Art, Menge, Zeitpunkt, Ort und Qualität.
Liegezeit
Die Zeit, in der Material, Waren oder Fertigerzeugnisse in der Produktion liegen
ohne eine Veränderung zu erfahren.
Logistik
Der Begriff Logistik bezeichnet die Gesamtheit aller Aktivitäten im Rahmen der
Beschaffung, des Transports, des Umschlags und der Lagerung von Waren. Die Logistik
ist nach allgemeinem Verständnis insbesondere auf den Materialfluss (Roh-, Zwischen-
und Endprodukte) gerichtet, bezeichnet aber auch die Versorgung von Unternehmen
mit Dienstleistungen und Informationen
Logistikdienstleister
Unternehmen, das die Planung, Steuerung, Durchführung und Kontrolle von Informations-
und Materialflüssen anderen Unternehmen und Kunden als Dienstleistung anbietet
Logistikkette
Aneinandergereihte physische und/oder informatorische Logistiktätigkeiten
Losgröße
Die Menge einer Produktvariante (Serie, Farbe), die ohne Umrüstung oder
Unterbrechung des Produktionsprozesses hergestellt wird, bezeichnet
man als Losgröße.
MASS CUSTOMISATION
Auf den Kunden zugeschnitteten Produktion/Dienstleistung abgewickelt
mit Methoden der Massenproduktion
Multimodaler Verkehr
Güterverkehr, der mehrere Verkehrsträger (z. B. LKW, Flugzeug, Schiff)
einbezieht
Nabe-Speiche-Prinzip
Prinzip zur Bündelung und Verteilung von Warenströmen bzw. Ladungen
in einer zentralen Umschlagsstelle (Hub)
No-read-Teile
Teile, die wegen Unzulänglichkeiten oder Fehlens des Barcode an der Lesestation
(Scanner) nicht identifiziert werden können
Null-Fehler-Kommissionierung
Zielsetzung moderner Kommissioniersysteme, um Kundenreklamationen und den damit
verbundenen Aufwand zu vermeiden
On Line Tracking siehe Real Time Tracking
Ständige Verfolgung der Sendung via Internet
Online-Dienst
Überregional erreichbarer Anbieter von Dienstleistungen wie E-Mail, Shopping,
Gesprächsforen etc.
Outsourcing
Beschreibt die Vergabe von Leistungen, die bisher im Unternehmen mit eigenen
Produktionsmitteln erstellt wurden, nach „außen“ an dritte Lieferanten oder
Dienstleister; abgeleitet von outside resourcing, deutsch: Fremdbeschaffung
Pervasive Computing
Konzepte und Theorien für den zukünftigen Einsatz von Informationstechnologie:
Hardware und Software sind in vielen Dingen des Alltags vorhanden (pervasive),
sind allgegenwärtig (ubiquitious).
POS
Point of Sale (POS) beschreibt den physikalischen oder auch virtuellen Ort,
an dem der Übergang (Kauf) der Ware von einem Unternehmen zum Kunden erfolgt.
PPS
(Produktionsplanung und -steuerung) Softwaresysteme zur Planung, Steuerung
und Überwachung von Produktionsabläufen
Proaktives Servicekonzept
Das Fahrzeug wird zu einer Werkstatt geleitet, bevor sich technische Probleme
manifestieren, was zu einer Standzeitreduzierung führen kann.
Produktionssynchrone Beschaffung
Eine produktionssynchrone Beschaffung liegt vor, wenn die Bestellung von Material
und Waren in Abstimmung mit der Produktion so stattfindet, dass der Zeitraum
zwischen Wareneingang und Bereitstellung von Material für die Produktion so
klein wie möglich ist.
Dies bewirkt eine starke Reduzierung der Material- und Warenbestände und somit
eine geringere Kapitalbindung.
Provider
Generell Anbieter einer (Internet-)Dienstleistung, i.d.R. gleichbedeutend
mit Netz-Provider verwendet, d. h. Anbieter eines direkten Zugangs
zum Internet. Andere Formen sind „Content-Provider“, d. h. Anbieter
von Informationen und Wissen (i.d.R. über Online-Medien wie das Internet).
Real Time Tracking
Ständige Verfolgung der Sendung via Internet
Risk Management
Softwaregestützte (Online-)Methoden welche die Richtigkeit der Kundenadressen,
sowie ihre Bonität feststellen. Erweiterung zu Risiko während der Distribution
(Schwund)
Sammelladung
Zusammenfassung von mehreren Ladeeinheiten zu einem Sammeltransport
Second Party Logistics Provider (2PL)
Klassische Speditions-, Lagerungs- und Umschlagsdienstleistungen
Speditionslagermodell
Speditionslager sind gemeinsam von Lieferant und Abnehmer bei einem Spediteur
eingerichtete Lager. Der Spediteur dient als unmittelbar der Produktion vorgelagerter
Sammelpunkt für Anlieferungen räumlich unterschiedlich entfernt liegender Lieferanten.
Mit der Einrichtung von Speditionslagern und der Übernahme bestimmter Aufgaben
durch einen Spediteur werden zeitliche Unstimmigkeiten vermieden.
Speditionsmodell
Die Tendenzen auf den Speditionsmärkten zeigen, dass Speditionen inzwischen
nicht mehr nur die traditionellen Transportfunktionen übernehmen, sondern auch
über ein um Dienstleistungen erweitertes Serviceangebot verfügen.
Dieses erweiterte Leistungsspektrum der Speditionen kann verschiedene Bereiche
betreffen:
Beratung: bezüglich individueller Logistiklösungen für den einzelnen
Nachfrager.
Service:
– Transport
– Lagerung
– Kommissionierung und Verpackung
– Auftragsbearbeitung
– Zollabwicklung
– Transporthilfsmittel
– Mengen- und Qualitätskontrolle
– Kundendienst
Streckengeschäft
Beschaffen und Verteilen von Produkten ohne eigene Lagerhaltung
Supply-Chain-Management
Steuerung und Koordinierung der bestehenden Beschaffungs-, Produktions- und
Distributionsnetze
Systemverkehr
Verkehre über ein Logistiknetzwerk
Telematik
Kunstwort aus TELEkommunikation und InforMATIK, beschreibt Systeme und
Dienstleitungen, die durch die Kombination von Technologien aus beiden
Bereichen einen Mehrwert erzielen und der Schaffung durchgängiger Informationsketten
dienen.
Telemetrie
Zugriff auf dezentral d. h. in fahrenden Fahrzeugen bzw. Transportbehältern
anfallende Messwerte z. B. Service- und Umweltdaten.
Third Party Logistics Provider (3PL)
Systemintegrierende Logistikdienstleister
Tourenplanung
Festlegung der Anfahrtreihenfolge der Abladestellen. Man unterscheidet zwischen
festen Touren (Tag/Zeit und Fahrstrecke = fix) sowie Touren nach Bedarf
Tracking and Tracing
Sendungsverfolgung und -auffindung
Transport-Dispo
Einsatzplanung für Personal und Fahrzeuge
Transshipment
Umladen, Transitieren, evtl. mit integriertem Sortierprozess
ubiquitious PC
siehe pervasive computing
Umschlagvorgänge
Als Umschlagvorgänge werden Vorgänge bezeichnet, bei denen eine Übergabe von
Material und Waren oder Fertigerzeugnissen zwischen Lager und Transportmittel
oder zwischen verschiedenen Transportmitteln stattfindet.
UN/EDIFACT
Internationaler elektronischer Kommunikationsstandard für die Übertragung
von strukturierten Datenelementen wie Speditionsauftrag, Rechnung, Rückbestätigungen
etc.
Value-Added-Service
Mehrwertdienstleistungen, die über die angebotene Kerndienstleistung
hinausgehen
Verkaufseinheit (VKE)
Verkaufseinheit ist die Zusammenfassung von Artikeleinheiten zu einer verkaufsfähigen
Einheit. Je nach Unternehmen wird es unterschiedlich gehandhabt, ob die Verkaufseinheit
wirklich die kleinste Einheit darstellt (vertriebs- oder marketingbedingt) oder
ob Verkaufseinheiten »aufgerissen« werden, um Kunden auch einzelne Artikeleinheiten
zu verkaufen. Die
sinnvolle Bildung von Verkaufseinheiten ist eine der schwierigsten Festlegungen,
die Unternehmen in ihre Marketingstrategie vorzunehmen haben
Verkehrsträger
Institution, die den externen Güterverkehr bewerkstelligt
Verladetechnik
Art und Weise wie man Transportmittel be- und entlädt
Verlorene Palette
Palette, die nur für einen Transportweg eingesetzt werden soll und daher mit
möglichst geringem und geringwertigem Materialeinsatz gefertigt ist. Auch Einweg-Palette
Verpackungseinheit
In vielen Fällen werden Verkaufseinheiten zu einer Verpackungseinheit zusammengefasst.
Dies hat mehr handlingsmässige Gründe als verkaufsstrategische. Im allgemeinen
werden spezielle Verpackungseinheiten vermieden, da der Verpackungsaufwand sonst
erheblich ist
Versandart
Dem Produkt und Lieferort entsprechender Weg des Transportgutes vom Lager zum
Kunden, z. B. Straße, Schiene, Wasser oder Luft
Versandeinheit
Diejenige Einheit, die als Handhabungseinheit an den Kunden geht
Versandlager
Sammelstelle und Zusammenstellungsort von Versandaufträgen
Virtuelles Lager
Ein Kommissionierlager ist z. B. nicht auf die Gesamtzahl eines
Sortiments ausgelegt, sondern nur auf eine Teilmenge. Je nach Bedarf
muss ein Artikelwechsel vorgenommen werden (z. B. Saisonartikel).
Den Wegeinsparungen aufgrund kürzerer Kommissionierwege sind die Aufwendungen
durch Umräumen entgegenzustellen
Waren
Unter Waren werden bei herkömmlicher Definition Handelswaren verstanden.
Handelswaren sind Fertigerzeugnisse, die vom Unternehmen beschafft und
unverändert weiter verkauft werden.
Unter Waren werden auch halbfertige Erzeugnisse einbezogen, die eingekauft
und weiter verarbeitet werden.
XYZ-Artikel
Artikel eines Sortiments werden nach Absatzschwankungen klassifiziert:
– X-Artikel: Absatz relativ konstant,
– Y-Artikel: Absatz unterliegt stärkeren Schwankungen,
– Z-Artikel: Absatz völlig unregelmässig, sporadisch
YARD MANAGEMENT
Management der Aktivitäten im Betriebshof. Umfasst Zuordnung der Aufgaben-
Arbeitsaufteilung und Abwicklung der Verkehre
Zulieferer
Ein Unternehmen, das nach vereinbarten Standards anliefert.
Zusammenführung
Beschreibt eine Tätigkeit, bei welcher Teilaufträge oder zusammeng.ehörende
Artikel (auftragsbezogen) physisch zusammengeführt werden
Zuverlässigkeit
Aussage über die Wahrscheinlichkeit, ein Element oder System betriebsbereit
vorzufinden. Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit stehen in einem engen,
funktionalen Zusammenhang (VDI Richtlinie 3581) s.Verfügbarkeit Beide
Verfahren sind Vereinfachungen im grenzüberschreitenden Warenverkehr.
Die Zollbehandlung wird dabei in das Domizil der Unternehmung gelegt
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