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Telematikbegriffe
24x7:
24 Stunden an 7 Tagen / Woche (Qualitätsmerkmal für Verfügbarkeit eines Gerätes,
Netzes oder Dienstes, z. B. Hotline)
3G:
Mobilfunksysteme der dritten Generation, anderer Name für UMTS
4G:
Nachfolgetechnik nach 3G
802.11:
Wireless LAN-Standard802.11: Der IEEE Standard spezifiziert die CSMA Kontrolle
und die physikalische Ebene für drahtlose Netzwerke mit 1 und 2 Megabit pro
Sekunde.
802.11b:
Der IEEE Standard spezifiziert die CSMA Kontrolle und die physikalische Ebene
für drahtlose Netzwerke mit 5,5 und 11 Megabit pro Sekunde.
802.3:
Der IEEE Standard spezifiziert die CSMA Kontrolle und die physikalische Ebene
für drahtlose Ethernet Netzwerke.
Access Point:
eine Sender-Empfänger-Einheit eines drahtlosen Netzwerkes, die als zentraler
Punkt agiert und die Verbindung zum drahtgebundenen Netzwerk herstellt
Ad Hoc Network:
ein drahtloses Netzwerk, das sich nur aus Stationen ohne „access points“ zusammensetzt
(M: ohne zentrale Instanz)
ATM:
„Asynchronous Transfer Mode“; paketorientiertes Verfahren mit kleinen Paketen
(Zellen) – die zukunftsträchtige Übertragungstechnologie schechthin: ATM arbeitet
paket- und verbindungsorientiert. Die vom Benutzer benötigte Übertragungsrate
und -qualität wird dynamisch beim Verbindungsaufbau festgelegt. In anderen Worten:
ATM kann auf ein und derselben (Breitband-)Leitung vielen Kunden genau die Bandbreiten
und Qualitäten zur Verfügung stellen, welche diese gerade benötigen. Da die
Ressourcen dynamisch aus dem Gesamtpool der Leitungskapazität zugeteilt werden,
wird die Leitung dabei noch sehr effizient ausgenutzt.
Bandbreite:
spezifiziert den Bereich des Frequenzspektrums, das für die Datenübertragung
nutzbar ist. Es legt (gemeinsam mit der erzielbaren SNR – signal to
noise ratio) die maximale Datenrate fest, die ein Signal im Medium erreichen
kann ohne einen signifikanten Verlust der Signalstärke (Leistung).
Basiccard:
Chipkarte, auf der Basic-Anwendungen ausgeführt werden können
Baud:
Informationseinheiten pro Sekunde; nicht mit bps (Bit pro Sekunde) verwechseln,
denn eine Informationseinheit kann mehrere Bit transportieren
Bluetooth:
Standard für Funk-Kommunikation mit einer Reichweite von ca. einem dutzend Metern
(Chipsatz, Protokoll) zwischen Geräten ohne Voranmeldung
BS:
„Base Station“; Basisstation, Bestandteil des Modacom-Netzes und anderer
Mobilfunk-Netze in der GSM-Hierarchie der Netzelemente BS, BSC und MSC das unterstes
Element: Eine solche Basisstation versorgt eine einige quadratkilometergroße
Fläche mit dem Mobilfunknetz. Nahezu immer auch als BTS bezeichnet, obschon
dies eigentlich nicht ganz stimmt.
Bündelfunk: Funknetz, bei dem Sprach- und Datencalls in
einer Grundgebühr abgegolten sind, aber Verbindungen jeweils eine Höchst-Dauer
haben, z. B. 1 Minute. Datenübertragung über den Organisationskanal
kostet ungefähr so viel wie SMS.
Carin:
„Car Information and Navigation System“; kann mit RDS gekoppelt
werden, damit in die Routenplanung auch aktuelle Verkehrsinfos einfließen
können
CarLoc:
kombiniertes GPS-/GSM-Ortungssystem von Top Control
CB:
„Cell Broadcast“; Informationssystem in GSM-Netzen
CDMA:
„Code Division Multiple Access“; Funkprotokoll, das von Qualcomm stammt;
Wiederverwendung von Frequenzen in benachbarten Gebieten, ein Verfahren für
Mobilfunkübertragungen. Im Gegensatz zu dem TDMA- und Frequency-Hopping-Verfahren,
wie sie im GSM-System eingesetzt werden, um Kollisionen von Gesprächen auf gleichen
Frequenzen oder Zeitschlitzen zu vermeiden, sendet CDMA bewusst auf einem Pool
gleicher Frequenzen und lebt mit den resultierenden Störungen. CDMA ist eine
digitale Mehrfachzugriffsmöglichkeit, die durch die US Telecommunications Industry
Association (TIA) als "IS-95" spezifiziert wurde. CDMA ist eine alte
Technologie, die in Satellitensystemen eingesetzt wird. CDMA nutzt mit der „spread
spectrum“ Technologie die Frequenzbänder besser aus.
CDPD:
„Cellular Digital Packet Data“
Cityruf:
Paging-Dienst der DeTeMobil; seit 1.7.99 in Qbic umstrukturiert
Contact Tags:
Übertragen ihre Daten nur bei Berührungskontakt und sind damit keine Transponder.
Ein Beispiel für Contact tags sind iButtons, welche vorwiegend für militärische
Zwecke verwendet werden. http://cooltown.hp.com/dev/wpapers/virtual-challenge.pdf
CSMA/CA:
„Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance“; Kanalzugriffsprotokoll
z. B. bei Wireless LAN, bei dem eine sendewillige Station den Funkverkehr
mithört und möglichst nur dann sendet, wenn kein anderer senden will wie durch
IEEE 802.11 spezifiziert
CSMA/CD:
„Carrier Sense Multiple Access with Collision Detection“; Wireless LAN
media access method wie durch IEEE 802.3 spezifiziert
DAB:
„Digital Audio Broadcast“; digitales Radio
DataTAC:
Paketfunk-Standard von Motorola (Modacom)
dBi:
ein Dezibelverhältnis in Bezug auf eine isotrope Antenne, das dazu benutzt wird,
den Gewinn durch eine Antenne zu messen. Umso größer der dBi-Wert desto größer
der Gewinn und umso wichtiger ist der Winkel, der durch die Antenne abgedeckt
wird.
DCS1800:
„Digital Cellular System“, eine 1990 nach Veröffentlichung des GSM-Standards
von den Briten beantragte und 1991 verabschiedete Variante des GSM-Standards,
die bis auf den anderen Frequenzbereich von 1800 MHz technisch praktisch identisch
zu diesem ist. Seit April 1997 heißt dieser Standard nun übrigens offiziell
„GSM1800“. Er ermöglicht eine höhere Netzkapazität als der ursprüngliche GSM-Frequenzbereich
im 900 MHz-Band und hat deshalb Vorteile in dichtbesiedelten Ländern. In Deutschland
benutzt das E-Plus-Netz den DCS1800-Standard, der manchmal
auch noch PCN genannt wird.
DDV
Datendirektverbindung mit gemanagten Datennetzabschlusseinrichtungen und
einem wirkungsvollen Schutz der Anwender vor Manipulation und Ausspähung ihrer
Daten.
DECT:
„Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ früher „Digital European Cordless
Telecommunications“; ein von der ETSI 1992 verabschiedeter Standard für die
schnurlose Telefonie bei Nebenstellenanlagen. Technisch gesehen ist es ein pikozellulares,
hierarchisch gruppiertes System, das mit einer sehr effizienten dynamischen
Kanalselektion arbeitet. Die Datenrate der Einzelgespräche liegt bei immerhin
32kbps, das ganze System arbeitet im 1,88..1,9 GHz-Bereich. Interessant ist,
dass sich der DECT-Standard der UMTS-Philosophie folgend eines Tages nahtlos
in die „totale“ Kommunikation integrieren lassen wird. Geeignet u.a. für die
„letzte Meile“ und „Funkverlängerung“ von ISDN.
DECT-MMC:
„DECT MultiMediaConsortium“; Interessenvereinigung, um DECT weiter zu standardisieren
DES:
„Data Encryption Standard“; Verschlüsselungsverfahren zur sicheren Datenübermittlung,
von Banken bevorzugt eingesetzt; gilt mittlerweile nicht mehr als sehr sicher
DGPS:
Differential GPS (DGPS) Differential GPS erfordert die Kooperation zweier Empfänger,
einer davon muss stationär sein und dieselben Satelliten sehen um aus der bekannten
Position die Korrektur errechnen zu können.
DHCP:
„Dynamic Host Configuration Protocol“; ein Protokoll, das auf vielen Betriebssystemen
verfügbar ist und IP Adressen aus einem bestimmten Bereich und anderen Konfigurationsinformationen
automatisch Geräten im Netzwerk zuweist. Das Gerät erhält die zugewiesene Adresse
für eine bestimmte vom Administrator festgelegte Zeit (lease time).
Digitale Signatur:
Bestandteil gesicherter Kommunikation; aus der gesamten Nachricht wird mit Hilfe
eines geheimen Schlüssels des Absenders ein Prüfwert berechnet, mit dem der
Empfänger überprüfen kann, dass die Nachricht tatsächlich vom vorgeblichen Absender
stammt und nicht verändert wurde. Im Gesetz zur digitalen Signatur (Signaturgesetz
– SigG) wird sie im § 2 so definiert: Eine digitale Signatur im Sinne dieses
Gesetzes ist ein mit einem privaten Signaturschlüssel erzeugtes Siegel zu digitalen
Daten, das mit Hilfe eines zugehörigen öffentlichen Schlüssels, der mit einem
Signaturschlüssel-Zertifikat einer Zertifizierungsstelle oder der Behörde nach
§ 3 versehen ist, den Inhaber des Signaturschlüssels und die Unverfälschtheit
der Daten erkennen lässt.
Dipol:
eine Antenne mit geringem Gewinn (2.2 dBi) bestehend aus zwei (oft internen)
Elementen
Direktionale Antenne:
eine Antenne, die die Übertragungsleistung in einer Richtung verstärkt und die
abgedeckte Entfernung auf Kosten des abgedeckten Winkels vergrößert. Direktionale
Antennentypen inkludieren Yagi, Patch und parabolische Schüssel.
Diversity Antennen:
ein intelligentes System aus zwei Antennen, die die eintreffenden Funksignale
messen und die am besten ausgerichtete Antenne für den Empfang benutzen
Downlink:
Übertragung zum Endgerät
DS-CDMA:
„DS – Collision Detection Multiple Access“
DSMA/CD:
„Digital Sense Multiple Access with Collision Detection“
DSMA:
„Digital Sense Multiple Access“; Kanal-Zugriffsverfahren, z. B. von
Modacom verwendet
DualBand, DualMode :
(leider oft synonym gebraucht); „DualBand“ beschreibt Mobiltelefone, die in
der Lage sind, in zwei verschiedenen Frequenzbändern zu arbeiten, „DualMode“
beschreibt Mobiltelefone, die in zwei technisch verschiedenen Telefonsystemen
arbeiten können. Typische Beispiele für DualBand: Ein Handy, das sowohl in den
GSM-Netzen (D1, D2) als auch den E-Netzen (E-Plus, E2) oder GSM plus Satellitenfunk
telefonieren kann. Typische Beispiele für DualMode: Ein Handy, das sowohl in
den GSM-Netzen als auch den DECT-Netzen arbeiten kann.
Dynamic Label:
erweiterter Radio-Text bei DAB; ähnlich wie RDS
e.i.r.p.:
effective isotropically radiated power (eirp equivalent isotropically
radiated power) Arithmetisches Product aus zugeführter Leistung und
dem Gewinn der Antenne
ECODEX:
Electronic Commercial Data Exchange – ist ein internationales EDI-System,
das von EAN-Austria entwickelt wurde. Der elektronische Datenaustausch zwischen
den einzelnen Partnerunternehmen erfolgt über eine gesicherte Infrastruktur
innerhalb einer geschlossenen Benutzergruppe. Über ECODEX ist man in der Lage,
mittels einer einzigen Anbindung mit allen im ECODEX-Service vorhandenen Partnern
– gleich über welche Datenschnittstelle- zu kommunizieren.
EDACS:
„Enhanced Digital Access Communication System“; proprietärer Bündelfunk-Standard
von Ericsson für die USA
EDGE:
„Enhanced Data rates for Global Evolution“ oder auch Evolved Data for GSM Evolution;
bereitet Netzwerke auf die Einführung von UMTS vor
Ermes:
„European Radio Message System“; neues Paging-System, das europaweit arbeitet
und abhörsicher ist
erp:
effective radiated power in a given direction
ERP SAP R /3 4 :
Ist ein ERP-System auf Basis SAP R/ 3 4
Ethernet:
die dominierende Technologie für drahtgebundene lokale Netzwerke, die in der
IEEE 802.3 Spezifikation definiert ist. Ist in verschiedenen Geschwindigkeiten
(10, 100 und 1000 Mbit) und für verschiedene Medien (Koaxialkabel und Twisted-Pair)
verfügbar. Teilweise auch in der Funkdatenübertragung unterstützt.
Eutelsat:
„European Telecommunikation Satellite Organisation“; europäische Behörde
zur Verwaltung von Satelliten-Kommunikationsdiensten
FDD:
„Frequency Division Duplexing“
FDMA:
(Frequency-Division-Multiple-Access) bedeutet Frequenz-Mehrfachzugriff,
d. h., dass unterschiedliche Sendefrequenzen verwendet werden
FHSS:
„Frequency Hopping Spread Spectrum“; Übertragungsverfahren von Wireless LAN
Systemen Eine Art der „spread spectrum“ Funkübertragung, bei der Übertragungseinheit
und Empfänger in einer festgelegten Form synchron von einer zur anderen Frequenz
springen.
FIR:
„Fast InfraRed“; Verfahren, um mit 4 MBit/s Daten per Infrarot zu übertragen
FLEX: Paging-Protokoll von Motorola;
höhere Übertragungsgeschwindigkeit, größere Fehlertoleranz und höhere Datenkompression
als frühere Paging-Protokolle wie POCSAG. Die Deutsche Funkruf GmbH betreibt
zur Zeit das einzige deutsche FLEX-Netzwerk, das auch vwd für seinen Finanzpager
nutzt.
FM:
Frequenzmodulation
FPLMTS:
„Future Public Land Mobile Telephone System“; die Verwirklichung des UMTS (Universal
Mobile Telecommunications System) Prinzips der totalen Erreichbarkeit weltweit:
In ferner Zukunft wird es möglich sein, mit einem einzigen Handy überall zu
telefonieren. Für den Anwender unsichtbar sucht das Gerät dann per DECT, GSM900,
GSM1800, Iridium oder sonstigen Fest-/Mobil- oder Satellitennetzen nach einem
kostengünstigen Weg, die Verbindung zustande zu bringen.
Frequency-Hopping:
Frequenzsprungverfahren; ein im GSM-System (neben TDMA) eingesetztes Verfahren,
um die Funkübertragung effizienter zu gestalten. Hierzu werden die für ein Gespräch
erforderlichen Daten nicht über einen festzugeordneten Frequenzkanal übertragen,
sondern „häppchenweise“ über viele Frequenzen. Hierdurch wird einerseits das
Abhören von Gesprächen erschwert, vor allem aber wird das System erheblich stabiler
gegenüber Störungen des Funkwegs (für Fachleute: ca. 6,5dB Gewinn!).
Fresnel Effekt:
Ein Phänomen, bei der die Funkübertragung durch Objekte behindert wird, die
nicht die Sichtlinie unterbrechen – siehe Fresnel Effekt
Fresnel-Zone:
bei Richtfunk-Verbindungen reicht es nicht, wenn nur die direkte Verbindungslinie
zwischen Sender und Empfänger hindernisfrei ist, sondern es muss auch darum
noch ein gewisser Bereich frei sein, den man die Fresnel-Zone nennt
Full duplex :
gleichzeitiges Senden und empfangen der daten möglich
Gain:
eine Methode, die Übertragungsreichweite zu vergrößern, indem das Signal
in einer bestimmten Richtung konzentriert wird – typischerweise mittels
einer direktionalen Antenne. Die Verstärkung verstärkt nicht die Signalstärke,
sondern leitet sie nur um. Mit steigender Verstärkung sinkt also der
abgedeckte Winkel indirekt proportional.
GEO:
„Geostationärer Orbit“
GfD:
„Gesellschaft für Datenfunk“; betrieb von 1996 – 1997 ein paketorientiertes
Datenfunk-Netz in DataTAC-Technologie
GIBS:
„GPS-Informations- und Beobachtungssystem“; ein Dienst für Nutzer des Global
Positioning System (GPS)
Gigahertz:
(GHz) eine Milliarde Zyklen pro Sekunde; eine Maßeinheit für die Frequenz (Hz
ist die Einheit)
GIS:
„Geographical Information System“
Glonass:
das russische Pendant zu GPS
GMDSS:
„Global Maritime Distress and Safety System“; GMDSS verbindet im Gefahrenfall
automatisch mit einem Seenotrettungszentrum
GMPCS:
„Global Mobile Personal Communications Systems“; die nächste Stufe der mobilen
Kommunikation, ermöglicht durch Direktkommunikation mit Satelliten in erdnahen
Umlaufbahnen, weswegen diese Technik auch manchmal LEO heißt. Im Jahr 2004 sollen
in den diversen Satellitenprojekten bereits ca. 1500 Satelliten die Erde umkreisen!
GPRS:
„General Packet Radio Services“; GPRS ist eine paketbasierte Technologie und
daher ideal für TCP/IP-Anwendungen geeignet – die wohl derzeit „heißeste“ Innovation
in Sachen GSM-Technik! Hierbei handelt es sich um einen sich anbahnenden Standard
für die Datenübertragung per Mobilfunk. Ähnlich wie bei HSCSD werden dabei durch
dynamische Kanalbündelung höhere Nutzdatenraten erreicht: Durch eine veränderte
Kanalkodierung können je Gesprächskanal bis zu 14.4kbps übertragen werden, durch
Bündelung aller 8 Timeslots eines Trägers somit bis zu 115.2kbps. Im Gegensatz
zu HSCSD erfolgt die Datenübertragung jedoch paketvermittelt (statt: leitungsvermittelt),
so dass die Ressourcen des Mobilfunknetzes wesentlich besser genutzt werden.
GPS:
„Global Positioning System“; durch Messung von Satellitensignalen kann man weltweit
seine Position bestimmen
GSM Phase 2+:
dritte Entwicklungs-Stufe des GSM-Standards
GSM:
eine 1982 von der CEPT ins Leben gerufene Arbeitsgruppe, die einen gemeinsamen
europäischen Standard für Mobilfunknetze entwickeln sollte. Damals stand
die Abkürzung noch für „Groupe Spéciale Mobile“ jetzt für „Global System
for Mobile communications“. In Deutschland: „globales System der Mobilkommunikation“.
Ziele eines solchen GSM-Standards waren einfach: Schaffung eines international
einheitlichen und zukunftssicheren Marktes, hohe Sprachqualität, geringe
Gerätekosten und Unterstützung von Handys, internationales Roaming,
Erweiterbarkeit für neue Dienste, weit gehende ISDN-Kompatibilität.
Beschrieben ist der GSM-Standard in der Form umfangreicher GSM-Empfehlungen.
Aufgebaut werden weltweit drei Varianten von GSM-Netzen, die sich im
Wesentlichen nur im benutzten Frequenzbereich unterscheiden: GSM, DCS1800
und PCS1900, die seit April 1997 nun offiziell umgetauft wurden in GSM900
(in Deutschland verwendet von D1 und D2), GSM1800 (E-Plus und E2) und
GSM1900 (nur in den USA).
GSM-R:
GSM-Variante für Eisenbahn-Anwendungen (R steht für Rail); etwas niedrigere
Frequenzen als bei GSM
half duplex mode:
Abwechselndes Senden und Empfangen
Hermes:
Weiterentwicklung von Pagerdiensten
HIPERACCESS:
drittes Mitglied der HIPERLAN Familie, Anwendungsbereich Wireless Local Loop
HIPERLAN:
„High Performance Radio Local Area Network“
Hiperlan:
schneller Standard für Wireless LAN bis zu 24 MBit/s; Proxim bringt als erster
Hersteller Produkte in dieser Technik
HIPERLINK:
viertes Mitglied der HIPERLAN Familie, Anwendungsbereich „Point to Point“ Verbindung
HSCSD:
„High Speed Circuit Switched Data“; ein in der GSM-Phase 2+ definierter Standard
zur Datenübertragung in den GSM-Netzen; ohne teure Netzumrüstungen können in
GSM-Netzen durch die Nutzung mehrerer Zeitschlitze (Kanalbündelung von bis zu
allen verfügbaren 8 Timeslots) Datenraten von bis zu 4x 14.400bps erreicht werden.
Die 14.400bps pro Zeitschlitz (statt bisher 9.600) werden erreicht, indem für
Datenverbindungen ein effizienteres Fehlerkorrektur-Verfahren als bisher verwendet
wird. Erreicht damit dynamisch anpassbare Datenübertragungsraten von bis zu
76.8kbps. Vorteil des Verfahrens ist seine einfache Implementierbarkeit in bestehenden
GSM-Netzen, Nachteil ist der hohe Ressourcenbedarf im Mobilfunknetz, da eine
HSCSD-Datenverbindung soviel Bandbreite wie 8 Telefonkunden (bzw. gar 16 Telefonkunden
bei Halfrate-Channeltechnik) verbraucht. Mittelfristig wird sich deshalb eher
GPRS durchsetzen.
HTML:
„HyperText Markup Language“; Format, in dem Dateien im Internet abgelegt
sind; alle Dateien können mit einem einfachen Text-Editor wie dem Notepad gelesen
und geändert werden; definiert werden logische Bestandteile wie Überschriften,
Tabellen, Formatierungen, Platzierung von Grafiken etc. Eine sehr gute Übersicht,
die auch bei der Erstellung der Dafu-Seiten wertvolle Hilfe leistete, ist Selfhtml
von Stefan Münz.
HTTP:
„HyperText Transfer Protocol“; Protokoll, mit dem Informationen im Internet
übertragen werden
http://www.dafu.de/rechts/rechts-provider.html
Service-Provider:
Anbieter bzw. Vermittler von Mobilfunk-Dienstleistungen
Hz Hertz:
Zyklen pro Sekunde; eine Maßeinheit für die Frequenz
IEEE 802.11:
Protokoll-Standard für Funk-Netzwerke
IEEE:
„The Institute of Electrical and Electronics Engineers, Inc.“; eine professionelle
Gesellschaft, die Elektroingenieuren durch ihre Publikationen, Konferenzen Standards
und Entwicklungsaktivitäten nützt. Die Gesellschaft erstellt die Spezifikationen
für das Ethernet 802.3 und drahtlose lokale Netzwerke 802.11.
IMAP4:
„Internet Message Access Protocol Version 4“; bei diesem Mail-Protokoll verbleiben
die Nachrichten auf dem Server
IMEI:
„International Mobile Equipment Identifier“; als IMEI bezeichnet man die fünfzehnstellige,
nur einmal vorkommende Gerätenummer eines Mobiltelefons. So wie der Mobilfunkanschluss
des Teilnehmers durch den PIN gegen Missbrauch abgesichert ist, so ist auch
das Mobiltelefon selbst nochmals geschützt. Sollte das Gerät gestohlen werden,
kann der Netzbetreiber das Gerät auf eine Schwarze Liste setzen lassen. Selbst
mit einer anderen SIM-Karte kann man keine Gespräche mehr mit dem Apparat führen.
Durch Eingabe von *#06# auf jedem Handy anzeigbar: 6 Ziffern Type Approval Code,
2 Ziffern Final Assembly Code, 6 Ziffern Serienummer, 1 Ziffer Reserve
IMT2000:
„International Mobile Telecommunications 2000“; Planung für weltweit arbeitende,
sehr leichte Terminals siehe UMTS
Inklination:
Eines der Haupt-Bahnelemente, die zur Definition einer Bahn benutzt wird.
Die Inklination gibt den Winkel zwischen der Bahnebene und einer Referenzebene
an. Für die Bahnen der Planeten und Kometen um die Sonne z. B. ist die Referenzeben
die Ekliptik. Für eine Mondbahn ist dieses die Äquatorebene des entsprechenden
Planeten. Der Begriff Inklination wird auch benutzt für den Winkel zwischen
der Rotationsachse eines Körpers und der Referenzebene, normalerweise der Umlaufbahn
des Körpers.
Inmarsat:
„International Maritime Satellite Organisation“; das älteste Satellitentelefon-Netz
IP:
„Internet Protocol“
IR Tag :
Bezeichnet Tags auf der Basis von Infrarotübertragungen.
IR:
„Infrared“
IrDA:
„Infrared Data Association“
Iridium:
Satellitenfunk-Netz von Motorola; stellte den Betrieb im März 2000 ein, die
Kunden können das Netz noch eine Zeitlang nutzen, müssen sich aber nach alternativen
Diensten umsehen
IS-136:
amerikanisches digitales Mobilfunk-Protokoll (TDMA)
IS-41:
„Interim Standard 41“; in Amerika in Funknetzen verbreitetes Protokoll
IS-95/707:
amerikanisches Mobilfunk-Protokoll (CDMA)
ISDN:
„Integrated Services Digital Network“; digitaler Telefondienst, Datenübertragung
mit maximal 2x 64kBit/sec (2 B-Kanäle) + 16kBit/s im D-Kanal (Organisationskanal)
ISM:
„Industrial Scientific Medical“; Name für den Frequenzbereich bei 2.4 GHz, der
für Wireless LANs gebührenfrei zur Verfügung steht
Isotrope:
eine Antenne (oder ein theoretisches Konstrukt einer Antenne) die ihre Signale
in einem 360 Grad Winkel sowohl verikal als auch horizontal ausstrahlt – eine
ideale Kugel
ISP:
„Internet Service Provider“; spätestens mit GPRS wird jeder Mobilfunk-Netzbetreiber
auch zum ISP
ITGS:
„Intelligent Traffic Guidance System“; Verkehrsleitsystem, das aktuelle
Verkehrsinformationen dynamisch in die Routenplanung einbezieht
Javacard:
Chipkarte, auf der Java-Anwendungen ausgeführt werden können
Jini:
Software von Sun Microsystems auf Basis von Java, die die Kommunikation beliebiger
Geräte (über Netzwerke) drastisch vereinfachen wird; besonders interessant im
Zusammenhang mit Bluetooth
K-Band:
der Frequenzbereich zwischen 18 und 30 GHz; wird z. B. von Iridium
für die Kommunikation zwischen den Satelliten benutzt
LAN:
„Local Area Network“
LCD:
liquid crystal display
LED:
light emitting diode, erzeugt Licht wenn Strom hindurchgeleitet wird
LEO:
„Low Earth Orbiting satellite systems“; Oberbegriff für satellitengestützte
Kommunikationssysteme wie Iridium, Globalstar, I-CO, Odyssey, u.a., die in erdnahen
Umlaufbahnen (einige 100 bis 1000km) die Erde umkreisen und eine Direktkommunikation
zwischen Handy und Satellit erlauben werden. Neuerdings auch GMPCS genannt.
Die ersten dieser Netze sollen bereits 1998 starten, ein Überblick dazu findet
sich bspw. hier.
Line of Sight (LOS):
Sichtverbindung zwischen Infrarot-Adaptern oder Richtfunk-Antennen; wenn sich
ein Gegenstand (Gebäude) in der Sichtlinie befindet, ist je nach Technik keine
Datenübertragung mehr möglich. Je nach Technik muss auch die -> Fresnel-Zone
frei von Hindernissen sein. Auf Grund der Krümmung der Erde beträgt die maximale
Sichtverbindung für Geräte, die nicht auf Türmen montiert sind, 16 Meilen (26km).
Linux:
Betriebssystem für PCs und auch für Notebooks; für viele Funk-Techniken gibt
es auch Linux-Unterstützung
LPD:
anmelde- und gebührenfrei; auf 69 Kanälen kann man anmelde- und gebührenfrei
über Entfernungen von 500m bis 2km funken (in D)
LPS:
„Local Positioning System“; System, um mit Transponder ausgerüstete
Gegenstände auf kurze Entfernungen zu lokalisieren, z. B. Akten
in einem Großraumbüro
M.O.D.A.S.:
„Mobile Open Data Access Standard“;
Spezifikation eines Softwarestandards für den Datenaustausch zwischen
mobilen Modacom-Terminals und einem zentralen Rechner per Messaging;
definiert von der DeTeMobil zusammen mit Partnerunternehmen
M2M:
„Machine to Machine“; Kommunikation zwischen Geräten z. B. in der Telematik
M-Commerce:
„Mobile Commerce“; elektronischer Handel unter Einbeziehung drahtloser Kommunikation
MDI:
„Mobile Data Initiative“; Marketing-Aktivitäten unter Führung von Intel
mit dem Ziel, das Thema Datenfunk einer größeren Öffentlichkeit bewusst zu machen
Megahertz:
(MHz); eine Million Zyklen pro Sekunde; eine Maßeinheit für die Frequenz
Memory-Effekt:
wird der Akku eines Mobiltelefons (Rasierers, Walkmans, etc.) nicht gänzlich
entladen, bevor er erneut aufgeladen wird, so verliert er dadurch dauerhaft
einen Teil seiner Leistungsfähigkeit. Dieser Effekt ist stark abhängig von der
Akku-Art: Nickel-Cadmium-Zellen sind davon sehr stark betroffen, die z. Zt.
gebräuchliche Nickel-Metallhydrid-Technologie weniger stark und die brandneuen
Lithium-Ionen-Akkus (angeblich) gar nicht mehr. Gemäß des Prinzips „Vorbeugen
ist besser als Geld blechen“ sollte man deshalb Akkus zumindest ab und an tunlichst
komplett entladen und neuaufladen.
MEO:
„Medium Earth Orbit“
Meteosat:
einige Wettersatelliten, die permanent Wetter-Informationen abstrahlen
MIM:
„Modacom Identification Module“; Karte mit Funktion analog zur SIM,
aber für das Modacom-Netz. Funkmodems, die eine MIM aufnehmen, sind z. B.
der „Adler“ und das von ELSA (das nicht mehr vertrieben wird)
MMI:
„Man Machine Interface“, also z. B. das Display und die Menüstruktur
von Handys
MNP 10:
Fehlerkorrektur-Protokoll mit Optimierungen für Funkverbindungen
MO:
„Mobile Originated“; Verbindungsaufbau von einem mobilen Teilnehmer aus Generalbegriff
für Uplink-Verbindungen (also Signale vom Mobiltelefon zur Basisstation). Gegenstück
zu MT (Mobile Terminated).
Mobile Media Mode:
Initiative zur Etablierung vom drahtlosen Internet-Zugriff unter Berücksichtigung
der eingeschränkten Bildschirm- und Tastatur-Ausstattung mobiler Geräte
Mobitex:
alternativer Standard zu DataTAC; definiert von Ericsson
Mobycom:
Funkmodem von Dr. Neuhaus für Modacom oder Mobitex
Modacom:
paketbasiertes Datenfunk-Netz in Deutschland; Betreiber: DeTeMobil; steht für
Mobile Data Communication
Modulation:
verschiedene Techniken, um eine Information mit einem Trägersignal zu kombinieren
MOVEX :
Ist eine Produktionsplanungs-Software, die Planungs- und Simulationstechnologien
beinhaltet und supply-chain Planungen in den Geschäftsprozessen Logistik, Produktion,
Verteilung und Finanzierung unterstützt.
MS:
„Mobile Station“; alle Endgeräte
MT:
„Mobile Terminated“; Verbindungsaufbau zu einem mobilen Teilnehmer hin; Generalbegriff
für Downlink-Verbindungen (also Signale zum Mobiltelefon von der Basisstation);
Gegenstück zu MO (Mobile Originated)
Multipath-Fading:
die Echos, die erzeugt werden, wenn Signale an physikalischen Objekten
zurückgeworfen werden; eines der vielen Probleme, mit dem jede Übertragung
von Daten per Funk zu kämpfen hat. Der deutsche Begriff „Mehrwege-Empfang“
beschreibt den Effekt eigentlich recht gut: Durch Reflexionen des Funksignals
können ungewünschte Überlagerungen des Nutzsignals auftreten, indem
Echos eines Bits sich mit dem nächsten Bit überschneiden. Durch die
Datenrate von 270.833kbps im GSM-System wirkt sich dieser Effekt dramatisch
aus: Eine Bitzelle wird in 3.69 Mikrosekunden übertragen, ein Signalumweg
von nur ~1107m entspricht deshalb schon einer Signalverschiebung um
diesen Betrag!
Natel:
Schweizer Funkdienst
Native Mode:
Betriebsart von Modacom-Funkmodems
NAVISION:
Ist eine internetbasierte und branchenorientierte Business-Software-Lösung
für den Mittelstand und deckt sämtliche Bereiche von der Finanzbuchhaltung über
die Warenwirtschaft bis hin zu Produktion und e-Business ab. Unternehmensspezifische
Strukturen oder Arbeitsabläufe, die gerade im Mittelstand für die Abgrenzung
zum Mitbewerber sorgen und Wettbewerbsvorteile bringen, lassen sich problemlos
abbilden. Zugriff auf jeweilige Datenbanken (hier auf Oracle DB).
NAVSTAR GPS:
„Navigation System with Timing and Ranging Global Positioning System“; das
GPS-System
NBFH:
„Narrow Band Frequency Hopping“; z. B. Bluetooth
NETFINITY:
Ist ein Enterprise-Server auf Grundlage der IBM X-Architektur., die sich
auf Kommunikation und Verarbeitung umfangreicher Informationsdaten und den Anforderungen
für B2B und B2C Anwendungen auf technologischen Plattformen bezieht.
Netzabdeckung:
eine der Feinheiten im Sprachgebrauch der Netzbetreiber: Netzabdeckung bedeutet,
wieviel Prozent der Bevölkerung (nicht: der Landesfläche!) mit dem entsprechenden
Mobilfunknetz versorgt sind.
NLOS:
„Non Line Of Sight“; keine direkte Sichverbindung vorhanden
NMEA 0183:
„National Marine Electronics Association“; NMEA 0183 ist die Standardschnittstelle
für Datenaustausch in der Seefahrtselektronik, z. B. Datenstrom (im Klartext)
zwischen GPS-Empfänger und serieller Schnittstelle
OFDM:
„Orthogonal Frequency Multiplexing“
OFTP:
Ist ein FTP (file transfer protocol) das in vielen Ländern in der Organisation
„ODETTE“ (steht für O) zusammengefasst wird.
OLED:
organic light-emitting diode, eine Displaytechnologie
Omni-Directionale Antenne:
eine Antenne, die ein 360-Grad Ausbreitungsmuster bereitstellt. Diese Art von
Antennen wird verwendet, wenn eine Abdeckung in allen Richtungen gefordert ist.
On Trip:
während der Fahrt
OSP:
„On-site Paging“; Nahbereichs-Paging in Bereichen wie Krankenhäusern, Bürogebäuden,
z. B. von Ascom Tateco
OTA:
„Over-The-Air“; automatische Konfiguration z. B. der TCP/IP-Einstellungen
für Handy-Internet-Zugang und WAP durch eine Short Message. Damit kann
auch die Start-URL im WAP-Mobiltelefon konfiguriert werden, die man
vorher über ein Web-Interface an seine eigenen Wünsche anpasst.
Packet Radio:
Daten- und Nachrichtenaustausch im Amateur- und CB-Funk
Packet:
eine Basiseinheit einer Mitteilung für eine Kommunikation über ein Netzwerk.
Ein Packet besteht üblicherweise aus Informationen über die Route, Daten und
(manchmal) Information zur Fehlererkennung.
Pager:
Funkruf-Empfänger; kann je nach Technik Töne, Zahlen oder Texte in unterschiedlichen
Mengen empfangen; im Gegensatz zu SMS und Modacom keine Antwort-Möglichkeit
und daher keine Kontrolle des Senders, ob eine Nachricht auch empfangen wurde.
SCALL, QUIX, ERMES, TELMI, ...
Paging:
Versand von Funk-Nachrichten an – siehe Pager
PAP:
DECT-Standard für öffentliche Netze
PCMCIA:
„Personal Computer Memory Card International Association“; Gremium und Standard
für scheckkartengroße Devices
PDU:
„Protocol Data Unit“; Pakettyp bei Modacom
Peer-to-Peer Network:
ein Netzwerk-Design, in dem alle Teilnehmer (Computer) gleichberechtigt sind,
im Unterschied zu einem Server-Netzwerk
PGP:
„Pretty Good Privacy“; Verschlüsselungsprogramm für E-Mail
Phase1, Phase2, Phase2+, ..:
der GSM-Standard wurde von der ETSI in weiser Voraussicht in einer „Baukastenprinzip“-geeigneten
Form entwickelt, mit relativ einfach erweiterbaren Schnittstellen. Dazu wurde
die Entwicklung der GSM-Netze in Entwicklungsphasen aufgeteilt. Die erste (und
z. Zt. noch immer aktuelle) Phase1 beschränkt sich dabei auf die Übertragung
von Sprache, transparenter Daten, Faxen und einigen Zusatzdiensten wie Rufweiterleitungen,
Roaming und Kurznachrichten. Phase2 beschäftigt sich mit erweiterten Diensten
wie Konferenzschaltungen, Mehrfachnummern, Rufnummernübermittlung, geschlossene
Benutzergruppen, Gesprächsweitergabe, Anklopfen, Parken, Makeln, Gebührenanzeige,
Zugang/Roaming zu anderen Netzen (DECT <-> GSM <-> DCS1800 <->
INMARSAT), Half-Rate-Gesprächen, die Einführung von Mikrozellen, verbesserte
Handover-Methoden, persönliche Rufnummern, Münzfunktelefonen, Kompensation des
Dopplereffekts etc. Auf die Phase3 hat man zwischenzeitlich ganz verzichtet;
an ihre Stelle tritt eine „Phase2+“, die keinen großen Sprung mehr zu den früheren
Versionen darstellt, sondern eher eine Migration. Hierzu wurde auch festgelegt,
dass die zukünftigen Verbesserungen nach Phase2 abwärtskompatibel zu den Vorgängerversionen
sein sollen.
Phase-2-SIM-Karte:
SIM-Karte der 2. Generation, die bis zu 150 Rufnummern und 10 Short Messages
speichern kann; seit Mitte ´95
Piano:
Motorola's Codename für eine drahtlose Kurzstrecken-Netzwerk-Technologie, die
das Bindeglied zwischen Bluetooth als physikalischen Layer und Jini als Netzwerk
darstellen kann; soll in Bluetooth-Standard einfließen
PLED:
Polymer, oder polymere, light-emitting diode, eine Technologie für die Hinterleuchtung
von Displays, die Beleuchtung und Displays selbst
PPP:
„Point to Point Protocol“; Authentisierungsverfahren (andere: CHAP, SPAP)
Protocol:
Regeln für die Kommunikation, hauptsächlich für das Format und die Übertragung
der Daten
Provider:
Firmen, die als Mittler zwischen Endkunde einerseits und Netzbetreiber
andererseits auftreten: Sie vermarkten das Netz der Betreiberfirma,
in dem sie standardisierte Tarifangebote für den „kleinen Mann“ schnüren.
Der Kunde schließt seinen Vertrag mit dem Provider ab, der ihn bei Problemen
und Fragen betreut und die Gesprächsgebühren abrechnet; der Netzbetreiber
kümmert sich dagegen nur um die technischen Aspekte des Netzes und tritt
zum Kunden hin ansonsten gar nicht in Erscheinung. (Verkompliziert wird
die Sache dadurch, dass der Netzbetreiber manchmal auch als Provider
auftritt – klassisches Beispiel: Die Deutsche Telekom, die ihr eigenes
Netz auch in eigener Sache an den Endkunden vertreibt.)
QoS:
„Quality of Service“; garantierte Verfügbarkeit von Bandbreite als
Qualitätsmerkmal paketvermittelter Leitungen und zukünftig GPRS-Möglichkeit
zur Priorisierung von bestimmten Services im IP-Protokoll
Range:
(Reichweite); ein lineares Maß für die Distanz, über die ein Sender-Empfänger
ein Signal übertragen kann
RAS:
„Remote Access-Server“; Netzwerk-Zugang von außerhalb, z. B. über Wählverbidungen
oder natürlich Mobilfunk
RBDS:
„Radio Broadcast Data System“; amerikanische Bezeichnung für RDS
RDS:
„Radio Data System“; Übermittlung von Textinformationen per UKW-Radio
RECADV:
Receiving Advise Message. Dieses Protokoll wird in EDI für den physischen
Teil der Ware verwendet und beinhaltet Produktbezeichnungen, -mengen, Verpackungsarten
etc. bzw. Abweichungen zwischen bestellten und erhaltenen Waren.
Receiver Sensitivity:
(Empfänger Empfindlichkeit); eine Messung für das schwächste Signal, das ein
Empfänger empfangen und noch in Daten übersetzen kann
RF Radio Frequenz:
ein allgemeiner Ausdruck für auf Funk basierender Technologie
RF Smart Tags :
RF smart tags haben eine flüchtigen und einen nichtflüchtigen Speicher. Sie
arbeiten bei der Datenübertragung im full duplex mode und können durch den eingebauten
Microprozessor auch Daten verarbeiten
RF Tag / RFID Tag :
Bezeichnet Tags auf der Basis von RFID Technologien: also magnetic based als
auch electromagnetic based Transponder ohne Datenverabeitungsmöglichkeit.. Die
Information ist entweder fest gespeichert (Typ I) oder es gibt einen bechreibbaren
bereich (Typ II) Die Kommunikation erfolgt im Halb duplex Modus.
RFID:
„Radio Frequency Identification“; Personen oder Objekte können berührungslos
über gewisse Entfernungen identifiziert werden
R-GSM:
Anpassung des GSM-Standards für Eisenbahn-Anwendungen; etwas andere Frequenzen
als GSM, denn es wäre ja fatal, wenn eine Signalsteuerung per Funk nicht erfolgen
kann, weil alle Kanäle durch Gespräche belegt sind ...
Richtfunk:
(schnelle) Funkverbindung zwischen zwei festen Anlagen oder Standorten
RINEX:
„Receiver Independant Exchange-Format“; DGPS-Datenformat für Genauigkeiten
von ± 1cm
Roaming:
die Möglichkeit ein und dasselbe Service an verschiedenen Stellen zur Verfügung
zu stellen, auch: Möglichkeit bei einem Funknetzwerk die Basisstation zu wechseln
(Bewegung), ohne die Verbindung zu unterbrechen. Aus dem Englischen „to roam“
= „Herumstrolchen“; meint die Möglichkeit, mit seinem Mobiltelefon auch tatsächlich
im Ausland mobil sein zu können, d. h., auch in den Netzen anderer Betreiber
in anderen Ländern telefonieren – und angerufen werden zu können. Dies setzt
mehr voraus, als nur eine einheitliche Technik: Zusätzlich müssen die beteiligten
Netze der Netzbetreiber auch in geeigneter Weise miteinander kommunizieren,
damit der Kunde weiterhin überall unter seiner Nummer erreichbar ist und nicht
zuletzt müssen die Abrechnungsmodalitäten beachtet werden. Da sich Roaming aber
letztlich für alle rechnet, ist es kein Wunder, dass immer mehr Netzbetreiber
sich gegenseitig Roaming-Lizensen erteilen. Davon zu unterscheiden ist das Kartenroaming.
RSA:
Public-Key-Verschlüsselungsverfahren von Rivest-Shamir-Adleman
SA:
„Selective Availability“; gewollte Verschlechterung des GPS-Signals
SAPOS:
Satelliten-Positionierungs-Dienst; die (deutschen) Vermessungsämter bieten sehr
genaue DGPS-Informationen für verschiedene Zwecke an, z. B. Landwirtschaft,
Vermessung
Scall:
Paging-Dienst der DeTeMobil; seit 1.7.99 in Qbic umstrukturiert
Schaltpager:
Pager mit Schaltausgängen; damit kann man z. B. im Wochenendhaus Heizungen
ein-/ausschalten, im Kommunalbereich Pumpen steuern usw.
SCRA:
„Single Channel Radio Access“; taktischer Mobilfunk; speziell für militärische
Anwendung; Beschreibung z. B. im Wehrtechnischen Report 1/93
SDCCH:
„Stand alone Dedicated Control Channel“; in GSM der Organisationskanal,
über den SMS normalerweise verschickt werden
SDLC:
Synchronous data link control. Dieses Protokoll beruht auf synchronen und
bit-orientierten Operationen und wurde von IBM für den Gebrauch in Systemnetzwerken
entwickelt.
SDM:
„Short Data Message“; im Organisationskanal von Bündelfunk-Netzen
Smart Card / IC Card / Memory Card:
Smart Cards oder IC Cards sind Smart Tags in Form einer Karte, welche aus einem
flexiblen Material gefertigt wurde. Als Smart Card werden alle passive Technologien
auf der Basis von magnetic based als auch electromagnetic based Transpondern
mit den soeben beschriebenen Eigenschaften bezeichnet.
Smart Cards mit RF/IR Transponder :
Smart Card kombiniert mit Typ III Transponder
Smart Label :
Kleiner flexibler Tag der mit der Antenne zwischen Papierschichten eingebarcht
und wie ein Label aufgeklebt werden kann.
Smart Tag :
Ein Smart Tag ist ein Tag mit zusätzlicher Rechenlogik. Verwendung finden zumeist
aktive Transpondersysteme auf der Basis von allen drei beschriebenen Grundtechnologien.
Aber auch passive magnetic based und electromagnetic based Systeme mit eingebautem
Chip, wobei diese häufig wiederum als Smart Card bezeichnet werden.
SMS:
„Short message service“; ein im GSM-Standard neu eingeührter Kurzmitteilungsdienst,
mit dem alphanumerische Nachrichten mit bis zu 160 Zeichen Länge übertragen
werden können. Diese Daten werden im Signalisierungskanal übertragen, nicht
im Datenkanal. Die Übermittlung erfolgt gesichert, d. h.: treten Übertragungsfehler
auf, so wird der Absender davon informiert.
Spread Spectrum:
eine Funkübertragung, die die Benutzerdaten über eine viel breitere Bandbreite
streut als für eine verbesserte Interferenztoleranz und unlizensierten Betrieb
erforderlich wäre
SS:
die Abkürzung für „Supplementary Services“ und meint die möglichen Zusatzdienste
in den GSM-Netzen
SS7:
„Signalling System No. 7“; Protokoll für die Signalisierung (Prozedur von
Verbindungsaufbau und -abbau) in digitalen Netzen wie GSM und ISDN
SSCC:
Serial Shipping Container Code ist eine EAN Kollinummer.
SSL:
„Secure Socket Layer“; gesichertes Protokoll für die Übertragung z. B.
von Rechnungsdaten, Kreditkarten-Infos etc.
SSR:
„Spread Spektrum Radio“
Strahlbreite:
(beamwidth); der Winkel, der durch Funk abdeckt wird. Die Strahlbreite kann
durch gerichtete Antennen verringert werden, die den Gewinn (gain)vergrößern.
Subscriber:
Kunde eines (Mobilfunk-)Netzes
S-UMTS:
„Satellite Universal Mobile Telephone System“
Superkapazitäten SCAP:
schliessen die Lücken zwischen Batterien und Kapazitäten Sie können
grosse Leistungsspitzen abdecken und haben dabei gleichzeitig einen
hohen Energieinhalt.
T9:
„Text on Nine Keys“; Verfahren von Tegic zur (SMS-)Eingabe mit
nur neun Tasten und trotzdem nur je einem Klick pro Buchstaben
Tag:
Unter Tag versteht man einen Transponder der bei Indentsystemen zum identifizieren
von Objekten eingesetzt wird. Er besteht zumindest aus einer Speichereinheit
sowie einer Kommunikationseinheit und wird mittels eines Lesegerätes ausgelesen.
Die Bezeichnung Tag umfasst prinzipiell alle beschriebenen Technologien. Es
gilt jedoch zu beachten, dass aktive Transpondersysteme meist mit einer Recheneinheit
gefertigt werden und somit als Smart Tags bezeichnet werden. Deshalb wird der
Begriff Tag hauptsächlich für passive Transponder verwendet falls der Autor
oder Vortragende zwischen Tag und Smart Tag unterscheidet.
TCP/IP:
„Transmission Control Protocol/Internet Protocol“; das Protokoll zur
Datenübertragung (nicht nur) im Internet
TDD:
„Time Divison Multiplexing“
TDMA:
„Time Division Multiple Access“; ein im GSM-System eingesetztes Verfahren, bei
dem die Übertragungskapazität auf einem Frequenzkanal nicht durchgängig zugeordnet
wird, sondern in Form von Zeitschlitzen aufgeteilt wird („Zeitmultiplex“); wobei
für ein Gespräch genau ein Zeitschlitz auf einem Frequenzkanal genutzt wird.
Jeder Frequenzkanal ist in 8 Zeitschlitze unterteilt, die jeweils 577 µs lang
sind. Die Rahmenlänge der 8 Zeitschlitze beträgt 4,615 ms. Die so entstehenden
Datenpakete können dadurch flexibel mehreren (fast) parallelen Aufgaben / Gesprächen
zugeteilt werden.
Telematik:
die Kombination von Telekommunikation und Informatik
TETRA:
„Terrestrial Trunked Radio“ (früher Trans-European Trunked Radio); digitaler
Bündelfunk; neuer Standard der ETSI für den
digitalen Paketdaten- und Sprachfunk, wobei der Schwerpunkt jedoch bei der Datenübertragung
(bis 28.8kbps) liegt
Time-Slot:
ein Übertragungskanal im GSM-System, dient zur Übertragung mehrerer Gespräche
gleichzeitig. Hierzu wird er im Zeitmultiplexverfahren in 8 Zeitschlitze zerlegt.
Transponder:
Der Begriff Transponder setzt sich aus den Begriffen transmitter
und responder zusammen. Darunter versteht man ein kabelloses Kommunikations-,
Aufzeichnungs- oder Kontrollgerät das selbstständig auf ankommende Signale
reagiert. Der Begriff Transponder umfasst alle unten beschriebenen Technologien
Tag, RF Tag, RF-ID Tag, IR Tag, Smart Tag, Smart Label, Smart Card /
IC Card / Memory Card und Contact tags.
UDP:
„User Datagram Protocol“
UHF:
„Ultra High Frequency“; Frequenzband zwischen 300 MHz und 3 GHz
UMTS:
„Universal Mobile Telecommunications System“; neuer Highspeed-GSM-Standard,
der GSM, PHS (Japan) und das amerikanische AMPS abdeckt; die Idee der „totalen“
Telekommunikation in Europa: Egal, ob der eine Gesprächspartner nun seinen Gegenüber
per Funkruf, schnurlosem Telefon, Mobiltelefon oder Satellitengespräch erreichen
will – die Geräte sind (irgendwann einmal) so kompatibel, dass der Ruf durchkommt
– siehe auch FPLMTS
Unified Messaging:
Sprachnachrichten, Faxe, E-Mails und Short Messages werden mit einer Software
gemeinsam verwaltet und bearbeitet, und per Telefon oder Internet abgefragt
Uplink:
Datenübertragung vom Endgerät weg, zu einem Satelliten hin; umgekehrt: Downlink
URI:
„Uniform Resource Identifier“ (durch WAP definiert)
URL:
„Universal Resource Locator“; Standard für Internet-Adressen
UTRAN:
„UMTS Terrestrial Radio Access Network“
VFIR:
„Very Fast Infrared“; die 16 Mbit/s-Version des IrDA-Standards
VPN:
„Virtual Private Networking“; für Firmenkunden wird transparent, ob
der Mitarbeiter im Büro oder unterwegs ist; dazu gehört ein eigener
Rufnummernplan Durch Verschlüsselung erfolgt Aufbau eines abhörsicheren
privaten Netzwerkes auf einem öffentlichen ungeschützten Netzwerk (z. B
auf dem Internet).
WAP:
„Wireless Application Protocol“; HDML-Standard, um das WWW auch auf
Handys etc. zu bringen; initiiert von Unwired Planet – heißen jetzt
Phone.com; Webseite: www.wapforum.org
Wireless LAN/ WLAN:
Erweiterung von Ethernet oder Token Ring über Funk im Frequenzbereich von 2.4
GHz
WML:
„Wireless Markup Language“ (durch WAP definiert) – siehe HDML
WMLScript:
„Wireless Markup Language Script“; basiert wie auch JavaScript auf ECMAScript
(durch WAP definiert)
Yagi:
eine Antennenart von oft zylinderförmigen direktionalen Antennen
Zeitschlitz:
wenn sich mehrere kommunikationswillige (Mobilfunk-)Teilnehmer eine
Leitung teilen, ist eine Möglichkeit, das so organisieren, dass jeder
in regelmäßigen Abständen eine Zeitlang das Medium / den Kanal nutzen
kann
Zelle:
die kleinste geografische Einheit, in die das Funknetz aufgegliedert ist. Konzeptionell
etwas unsauber wird der Begriff oft auch für das gesamte Gebiet gebraucht, welches
eine komplette Basisstation versorgt (dies gilt jedoch strenggenommen nur, wenn
die Basisstation nur aus einer BTS besteht).
Zelleninfo:
Bezeichnung für Cellbroadcast in manchen Handys
Zellradius:
Die maximale Reichweite einer Zelle beträgt theoretisch knapp 38km,
liegt in der Praxis aber nahezu immer deutlich darunter, weil die Ausbreitungsbedingungen
selten so optimal sind, und je nach Bevölkerungsdichte sehr viel mehr
Netzkapazität benötigt wird, als eine einzelne Zelle zur Verfügung stellen
kann. Typischer sind Zellradien in der Größenordnung 500m (städtisch),
5km (ländlich). (Auf der anderen Seite experimentieren australische
Netzbetreiber mit auf der Funkschnittstelle modifizierter GSM-Technik,
die Reichweiten bis zu 75km ermöglichen soll...)
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