Preisträger der 1. Auschreibung des bm:vit "eBusiness in der Logistik"

Ein Projekt der Forschungsgesellschaft Mobilität Graz und Partnern.

Tracking & Tracing RFID Ortung GPS GSM GPRS Ausgangsseite dritte aktualisierte Version 7/2003  Kontakt Mobilitätstelematik On Board Unit E-Business Supply chain
Technologien
Identifikation
Barcode, Funk, Infrarot


Drahtlose Kommunikation
Infrarot, Funk, lizenzfrei


Bedienerschnittstellen
Spracherkennung, Displays Fahrzeugendgeräte


Ortung
GPS, Assisted GPS, GSM


Systemanbieter
Identifikation
drahtlose Kommunikation
Bedienerschnittstellen
Ortung/Lokalisierung
E-Business
Anbieter A-Z
English/Francais:
suche nach

Identifikationssysteme

Identsysteme mit Kommunikation und (wiederbeschreibbarem) Speicher

Sie bestehen aus 2 Komponenten: dem Tag oder Transponder am zu identifizierenden Objekt und einer Lese-bzw. Schreibeinheit. Die Systeme arbeiten mit unterschiedlichsten Übertragungstechnologien, z.B. mittels Radiowellen( RFID-Systeme) [RFID: radio frequency identification]. Die Informationen können je nach Technologie nur gelesen oder auch geändert oder überschrieben werden sind also im ROM oder EEPROM gespeichert. Es gibt Chips mit integrierter Ver- bzw. Entschlüsselung. Man unterscheidet zwischen passiven und aktiven Tags.

Passive Tags entnehmen ihre Energie für die Kommunikation (und ev. interne Berechnung) aus der vom Lesegerät abgegebenen Energie. Manche Tags sind wiederbeschreibbar. Die gespeicherten Informationsmengen schwanken bei auf Funkwellen basierten Tags derzeit zwischen 40 Bit und >32 kByte. Magnetic coupled Tags (ebenfalls passiv) verfügen über deutlich weniger Speicher (einige Bits bis einige kBytes), wobei die Speichermenge mit zunehmender Reichweite stark abnimmt.

Aktive Tags hingegen verfügen über eine eigene Stromversorgung, zumeist in Form einer Batterie (Primärzelle). Der Vorteil hierbei ist die wesentlich höhere Reichweite bei gleichzeitig höheren Datenübertragungsraten. Die Lebensdauer ist infolge der Batterieentladung auf max. 5 - 10 Jahre begrenzt. Manche Tags sind zusätzlich mit einer Prozessoreinheit oder einem Kryptochip bestückt. Dies befähigt sie ihre gespeicherten Daten zu ver- und entschlüsseln. Bei einem regulären Rechenchip können auch Messdaten aufgenommen, verarbeitet und weitergeleitet werden..

Für die Kommunikation zwischen Leseeinheit und Transponder kommen folgende Übertragungstechnologien zum Einsatz :

  • Variation des Magnetfeldes
  • Radiowellen tw. bis in den Mikrowellenbereich
  • Infrarot

Magnetisch basierte Übertragung

Bei dieser Technologie kommen fast ausschließlich passive Tags zum Einsatz, die ihre Energie hauptsächlich aus dem magnetischen Anteil des elektromagnetischen Feldes beziehen. Der Sender strahlt eine elektromagnetische Strahlung mit niedriger Frequenz aus. Durch die geringe Frequenz und der damit großen Wellenlänge des Funksignals kann das Feld im Nahbereich des Senders als ein wechselndes Magnetfeld aufgefasst werden. In eine Kupferspule, welche sich im Feld bzw. Tag befindet, wird somit ein elektrischer Wechselstrom der selben Frequenz induziert. Dieser Strom wird nun zum Auslesen des Speicherchips benutzt. Durch das Schalten einer Kapazität im Transponder kann nun die Energiemenge, welche aus dem elektromagnetischen Feld bezogen wird, verändert werden. Diese Energieschwankungen kann man an der Sendeantenne messen und dadurch die im Chip enthaltenen Informationen auslesen. Vorteil der magnetisch basierten Technologie ist das sehr kleine Lesegerät.

magnetisch basierter Tag

Abbildung 3: Funktionsskizze eines magnetisch basierten Tags

BACK


Funkwellen basierte Übertragung

Der passive Tag bezieht seine Energie aus dem elektromagnetischen Feld der Sendeantenne. Zur Übertragung der Information an den Sender werden die Reflexionseigenschaften der Antenne durch Schalten eines in die Antennenversorgung eingeschleiften Widerstandes verändert. Der Sender/Empfänger ist dann in der Lage diese Reflexionen zu messen und die Daten zu empfangen. Das Lesegerät arbeitet bei dieser Technologie vom Funktionsprinzip sehr ähnlich wie ein Radar, wobei die Daten im veränderten Echo enthalten sind.

funkwellenbasierter Tag

Abbildung 4: Funktionsskizze eines funkwellenbasierten Tags

Die auf Funkwellen basiernde Technologie bietet größere Reichweiten und durch die höheren Frequenzen ermöglicht sie auch höhere Datenraten. Die erforderlichen Antennengrößen (Dipolantennen) nehmen mit der Übertragungsfrequenz ab, z.B. betragen diese bei 125kHz ca. 0,5 m bei 13,65 MHz nur noch 10cm.

Niedrige Frequenzen unter 500kHz haben geringere Reichweiten und Datenraten, sind jedoch flexibler einsetzbar, da die Orientierung und (nichtmetallische) Umverpackung der Tags eine geringere Rolle für die Datenübertragung spielt.

Grundsätzlich sind für ein sicheres Beschreiben der Tags geringere Distanzen erforderlich als beim Lesen. Bei passiven Tags sind in der Praxis maximale Reichweiten nur bis zu wenigen Metern möglich, da die maximal abgestrahlten Leistungen der Leser gesetzlich begrenzt sind und die vom Tag empfangene Leistung invers zur sechsten Potenz der Entfernung zwischen Tag und Leser abnimmt. Die gesetzlichen Grenzwerte sind für die unterschiedlichen Frequenzen und Technologien verschieden und weltweit unterschiedlich geregelt, in Europa z.B. bei 433-434 MHz und bei 5,7-5,8 GHz 25mW. Bei Spread Spektrum Technlogie werden z.B. 2,4 GHz und im Bereich Fahrzeugidentifizierung 500mW zugelassen. Antennen in Patch oder Yagi-Ausführung ermöglichen mit Remote-Tuning-Modulen Reichweiten bei aktiven Transpondern von bis zu 120m.

 

Interoperabilität von Identsystemen

Mit zunehmender Reichweite müssen Lesegeräte auch Antworten mehrerer, innerhalb der Erfassungsreichweite befindlicher, Transponder auswerten können. Moderne Lesegeräte können schon Hunderte Tags gleichzeitig erfassen und identifizieren falls diese sich innerhalb der maximalen Auslesedistanz befinden.

Von der Vielzahl verschiedener Systeme zählen diejenigen mit den Frequenzen von 125 kHz, 13,56 MHz und 2,45 GHz zu den Häufigsten. Jedoch lassen sich mehrere Leseantennen für unterschiedliche Frequenzen in einem Auslesegerät integrieren, und damit die einzelnen Systeme gegebenenfalls miteinander kombinieren. Einige Hersteller bieten Systeme für unterschiedliche Frequenzen an und haben dazu aus Kostenüberlegungen (Economy of Scale, Lagerhaltung) Leser entwicklet, die auf beiden Frequenzen zugleich arbeiten können.

BACK
Projekte

Projekte nach Anwendungen
neuartige Logistikkonzepte
E-Business
Tracking & Tracing
Supply Chain Management
Übergeordnete Beispiele

Projekte A-Z

Ergebnisse

Flyer mit der Zusammenfassung der Ergebnisse (959 kByte)

Begriffserklärung

Technik A-Z
Logistik A-Z

 

 

Neues zum Thema Koordinierte Regionallogistik finden Sie unter http://www.regionallogistik.info