Ortung
Terrestrische Ortungssysteme
Durch die große Flächenabdeckung (bis zu 97%) können
über GSM LBS (Location Based Services) angeboten werden. Zudem
gibt es bereits einfache Methoden um an bereits im Umlauf befindlichen
Mobiltelefonen zumindest eine grobe Positionsbestimmung auf Zellenbasis
durchzuführen. Für eine genauere Lokalisierung der Mobiltelefone sind
jedoch Hardwareänderungen, auch am Gerät selbst, notwendig..
Zelllokalisation - GSM
Die wohl einfachste Methode der Lokalisation mittels GSM ist die Ermittlung
der Zelle. Die Informationen über die in einer Zelle aktiven Handys
ist den Mobilfunkbetreibern bekannt. Diese Daten müssen lediglich für
den Benutzer freigegeben werden. Jedoch wird ein solcher Service derzeit
noch nicht von allen Mobilfunkanbietern angeboten. In Deutschland ist
hier bereits ein Service "Handyfinder", in Österreich der
„friendfinder“ von maxmobil in Betrieb. Über Intranet kann mit Hilfe
von Telefonnummer und Passwort die Position des Handys abgefragt werden.
An das Handy wird dann eine SMS über die erfolgte Lokalisierung übermittelt
um Missbrauch vorzubeugen. In Ballungszentren beträgt der Durchmesser
einer solchen Funkzelle, und damit der Positionsfehler, minimal einige
hundert Meter. Auf dem Land jedoch können Zellen mitunter einen Durchmesser
von bis zu 35km haben, wodurch diese Methode für höhere Anforderungen
nicht geeignet ist.
Langwelle Loran C
Loran C ist eines der ältesten kommerziellen Lokalisierungsverfahren
auf Funkbasis und wurde ursprünglich für Schiffsnavigation entwickelt
und errichtet. Es ist ein zweidimensionales Hyperbelnavigationssystem
dessen Signal mit einer Frequenz von 100 kHz ausgestrahlt wird und das
über eine Reichweite von ca. 1000 NM (1 nautischen Meilen = 1,8km) um
die einzelnen Sendestationen verfügt. Diese Sendestationen sind in Ketten
entlang der Küste mit einem Abstand zueinander von 600 – 800 NM angeordnet.
Die Position errechnet der Empfänger aus der in den Signalen steckenden
Zeitinformation der einzelnen Sendeeinrichtungen. Die absolute Genauigkeit
dieses Systems liegt bei kleiner 460m. Die wiederholbare Genauigkeit
liegt im Bereich von 15 – 90m. Auch bei diesem System erreicht man durch
Einsatz differenzieller Verfahren eine Steigerung der absoluten Genauigkeit
um den Faktor 4 – 5. Durch GPS – Einsatz lassen sich die Genauigkeit
von Loran C mittels Kalibrierung weiter erhöhen, siehe A
– GPS. Im Rahmen der Entwicklung des Eurofix-Verfahrens übertragen
gegenwärtig vier Stationen (für einen Umkreis van ca. 1000 km) im Probebetrieb
zusätzliche Korrekturdaten u. a. für Differential-GPS mit Hilfe des
Loran-C Signals.
Andere Lokalisierungsverfahren
Andere Verfahren wie E-OTD, E-FLT, UL-TOA etc. erfordern Investitionen
in Infrastruktur und werden daher nur beim Aufbau neuer Netze interessant.
Es gibt auch Systeme die eine zusätzliche Senderinfrastruktur (die
nicht auf GSM basiert) zur Ortung vorsehen. Eine passive Lokalisierung
mittels Antennen ist in abgegrenzten Bereichen Stand der Technik. Hier
sind alle 45m bzw. 225m Antennen erforderlich.
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